Klinische Relevanz von Autoantikörpern gegen den Golgi-Apparat

In zahlreichen Publikationen wurde (und wird immer wieder) die Bedeutung von Antikörpern gegen den Golgi-Apparat diskutiert. Handelt es sich hierbei um ein Epiphänomen bei viralen Infekten? Oder sind die Antikörper gegen die Golgivesikel ein Hinweis auf eine Autoimmunerkrankung?

Bei Routineuntersuchungen auf Antikörper gegen Kerne werden mit der indirekten Immunfluoreszenz auch zytoplasmatische Antikörper nachgewiesen. Dabei findet man hin und wieder auch eine “hütchenartige” Fluoreszenz einseitig an den Polkappen der Kerne. Diese Fluoreszenz kann sehr leicht als “Antikörper gegen Golgi” identifiziert werden, und bedarf keiner Bestätigungstests wie ELISA oder Immunblot.

 

Antikörper gegen Golgi-Apparat, Immunfluoreszenz auf HEp-2-Zellen von ORGENTEC Diagnostika

Typisches IFT-Muster der Golgi-Antikörper: "hütchenartige" Immunfluoreszenz einseitig an den Polkappen des Zellkerns. – © www.der-gruene-club.at

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Der Immunfluoreszenz-Guide für die Autoimmundiagnostik ist online!

Nun ist er online, unser “ImmunFluoreszenz Guide für das moderne Autoimmunlabor“. Digital, blätterbar und interaktiv.

Vor etwa einem Jahr hatte sich meine Kollegin Barbara Fabian daran gemacht, die zahlreichen Fotos und Bilder von Immunfluoreszenz-Mustern und ihr umfangreiches Wissen bei Durchführung und Interpretation von Immunfluoreszenz-Assays in einem Buch zusammenzustellen. Diesen „Immunfluoreszenz-Guide für das moderne Autoimmunlabor“ hatte Barbara im Frühsommer letzten Jahres dann veröffentlicht.

Schon mit Erscheinen der ersten gedruckten Auflage dieses Immunfluoreszenz-Guides überlegten wir, das Buch auch digital und im Internet zur Verfügung zu stellen. Das bot sich förmlich an, denn am Bildschirm lässt sich die Brillanz der Immunfluoreszenz-Fotos am besten „rüberbringen“.

Ergänzt um die entsprechenden Features ist aus dem gedruckten Buch nun ein überaus praktikables, digitales Nachschlagewerk für die Autoimmundiagnostik mittels IFT daraus geworden.

Digitales Nachschlagewerk mit zahlreichen Immunfluoreszenz-Bildern

Probieren Sie einmal die zahlreichen Features unseres E-Books aus! Bei Gestaltung und Usability waren wir darauf bedacht, der Printversion möglichst nahezukommen. Unser Ziel war es, Ihnen für die tägliche Arbeit im Labor die nützlichen Features eines digitalen Buchs zur Verfügung zu stellen, das Ganze aber auch nicht mit Funktionen zu überfrachten. Die elektronische Version des Immunfluoreszenz-Guide sollte praktisch und einfach bedienbar bleiben.

 

Das Cover unseres Digitalbuchs "Immunfluoreszenz-Guide für das moderne Autoimmunlabor"

Unser digitaler Immunfluoreszenz-Guide bietet zahlreiche interaktive Features. Einige davon sind hier markiert. - Bitte klicken Sie zum Vergrößern dieser Ansicht auf das Bild!

 

Immunfluoreszenz-Guide mit interaktiven Möglichkeiten

Wie auch bei einem „normalen“ Buch blättern Sie das E-Book vor oder zurück, indem Sie die Seiten außen oder an der oberen oder unteren Ecke „anfassen“. Nur eben nicht mit Daumen und Zeigefinger, sondern mit dem Mauszeiger. Oder Sie gehen mit dem Mauszeiger auf eines der Lesezeichen und öffnen so das E-Book direkt beim betreffenden Kapitel. Sie können den IF-Guide auch an einer x-beliebigen Stelle aufschlagen, indem Sie mit dem Mauszeiger “zwischen die Seiten” fahren. Ich bin sicher, Sie werden diese Möglichkeiten zu schätzen wissen.

Unser digitaler Guide ist per Volltextsuche nach beliebigen Stichworten durchsuchbar. Ein wenig problematisch sind hierbei nur die unterschiedlichen Schreibweisen, etwa „SS-A/Ro“ statt „SSA/Ro“, oder „LKM-1“ anstelle von „LKM1“. Da müssen Sie möglicherweise ein wenig probieren, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Über das Inhaltsverzeichnis links in der Ansicht (ganz oben) lassen sich einzelne Kapitel oder Seiten des E-Books direkt aufrufen. Darüber hinaus können Sie eigene Lesezeichen setzen oder Notizen einfügen (und diese natürlich auch wieder löschen).

Einfach mal ausprobieren – Ihre Meinung interessiert uns!

Nützlich dürfte auch die Funktion sein, einen Weblink zum E-Book selbst oder auf eine ganz bestimmte Seite im Immunfluoreszenz-Guide per E-Mail zu verschicken. Gerade für die Ausbildung oder für das Training neuer Mitarbeiter oder bei Diskussionen über strittige Immunfluoreszenz-Befunde sehe ich hier die Chance, schnell und ohne großen Aufwand Bildmaterial von Immunfluoreszenz-Mustern als Diskussionsgrundlage zu „teilen“. Wer es noch „sozialer“ mag, kann den elektronischen Immunfluoreszenz-Guide auch mit Kollegen über die sozialen Netzwerke wie Twitter, Facebook oder Google+ teilen (pardon, neudeutsch heißt das ja neuerdings „sharen“).

Die englischsprachige Version ist in Arbeit

Nun bitte ich Sie, die Online-Version unseres Immunfluoreszenz-Guides einfach einmal auszuprobieren. Lassen Sie uns wissen, wie Sie mit dem E-Book zurechtkommen. Ihre Meinung interessiert uns! Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und sagen Sie uns, wie sich das Blättern im Online-Guide “anfühlt”!

Derzeit arbeiten wir (natürlich!) auch an der Übersetzung des IF-Guides ins Englische; auch diesen englisch-sprachigen „Immunofluorescence Guide for the Modern Autoimmunity Laboratory“ werden wir Ihnen kostenfrei zur Verfügung stellen, und zwar auf der ORGENTEC-Website. Oben schon einmal der Link auf die betreffende Seite.

 

 

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Diagnostik bei Verdacht auf primäre biliäre Zirrhose: Antikörper gegen die “multiple nuclear dots” und Antikörper gegen Kernporen

Die primär biliäre Zirrhose (PBC) ist  eine autoimmune Lebererkrankung, welche durch Entzündung und Zerstörung der kleinen Gallengänge (“biliär”) charakterisiert ist und zu Fibrose, Zirrhose oder Leberversagen führen kann.

Ein entscheidendes Kriterium bei der Diagnosestellung bei Verdacht auf PBC ist der Nachweis von Autoantikörpern gegen Mitochondrien, und hier insbesondere der Nachweis von antimitochondrialen Antikörpern des M2-Subtyps (AMA-M2). Auch findet man im Serum von PBC-Patienten regelmäßig antinukleäre Antikörper (ANA).

Die mit der PBC assoziierten ANA wie Sp100-Antikörper, die in der IFT das Fluoreszenzmuster der multiple nuclear dots erzeugen, die Centromer-Antikörper und die gp210-Antikörper (“Kernporen-Antikörper”) wurden in verschiedenen Studien auf ihre diagnostische Wertigkeit hin untersucht.

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Zöliakie-Diagnostik: Bestimmung endomysialer Antikörper

Endomysium-Antikörper (EmA) richten sich gegen die Gewebstransglutaminase (engl.: tissue transglutaminase, tTG) und sind erhöht bei der Zöliakie. Der Nachweis mit indirekter Immunfluoreszenz (IIF) erfolgt auf Affenösophagus-Gewebe mit IgA-Konjugat. Trotz der Verfügbarkeit von ELISA-Testsystemen gegen Gewebstransglutaminase wird bei positivem Befund eine Bestätigung der EmA mit IIF empfohlen. Weiterlesen

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Einladung zum Workshop zytoplasmatische AK auf HEp2

Workshop zytoplasmatische Antikörper: 15. Juni 2012 in Wien

Auf vielfachen Wunsch wird am 15. Juni 2012 in Wien ein Workshop zu zytoplasmatischen Antikörpern für die Mitglieder des GRÜNEN CLUBs AUTOIMMUN stattfinden.

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